Ich fühl mich wohl in meiner Lehre

Weil Lehre so viel mehr ist…

Christine ist schon einige Zeit ausgelernt. Sie ist in ihrem Beruf geblieben – den Betrieb hat sie gewechselt, auch um mal andere Luft zu schnuppern wie sie sagt. Ob sie nochmal zu ihrem Lehrbetrieb zurückkehren würde? Jedenfalls. Das ist mit Sicherheit der beste Ausbildungsbetrieb den man sich wünschen kann – davon ist Christine überzeugt.

Warum? Nun – eigentlich weil der Chef so unglaublich menschlich ist. Er hat den Betrieb gemeinsam mit seiner Frau aufgebaut. Matratzen für spezielle Anforderungen haben die Beiden maßangefertigt. Das war in den späten 70er Jahren – und dann sind immer mehr Aufträge gekommen und das Unternehmen ist gewachsen. Bald war der erste zusätzliche Mitarbeiter im Unternehmen und irgendwann waren es dann mehr als 140. Und noch immer wurde wie in einer Familie zusammen gearbeitet. Die Lehrlinge waren immer das persönliche Anliegen der Chefleute. „Wir haben wirklich viel gelernt und überall haben wir anpacken dürfen.Und wenn mal was nicht geklappt hat, etwas kaputt gegangen ist oder falsch war – die Ausbilder waren nie sauer oder ungerecht. Alle haben sich die Zeit genommen, um gemeinsam mit uns zu überlegen, was dazu geführt hat und so haben wir alle immer aus unseren Missgeschicken gelernt.“ Überhaupt war die Stimmung im Unternehmen voll Vertrauen – einer hat sich irgendwie ganz selbstverständlich auf die Anderen verlassen können.

  • #11
  • #12

Besonders beliebt bei den Lehrlingen war der Betriebsausflug. Der Chef wollte immer, dass der Ausflug auch für uns Junge etwas Besonderes wird und dass wir auch fröhlich feiern können. Wenn wir in die Diskothek gehen wollten, war das immer ok. In seiner einzigartig väterlichen Art hat er dann immer zu den Ausbildern gesagt, dass sie ja auf uns aufpassen sollen. So waren wir tatsächlich vergnügt bis in die Morgenstunden in der Diskothek – begleitet von den Ausbildern, die darauf achteten, dass wir wieder gut ins Hotel kommen. Das gibt’s sicher nicht überall.

Christine erinnert sich an einen Zeitraum noch ganz besonders. Die Arbeit machte ihr immer Spaß und sie freute sich an jeder neuen Aufgabe, die sie erledigen durfte – nur das mit der Schule, da war besonders in Mathe immer der Knopf im Kopf. Johann – unser Chef-Ausbilder – war meine Rettung. Ich weiß nicht, wie viele Stunden er in meine Mathe-Unkenntnis investiert hat, damit mir der Knopf aufgeht. Er hat’s geschafft – und ich hab mit Auszeichnung abgeschlossen. Danke Johann, das war eine meiner wichtigsten Lehren: dranbleiben – du schaffst es wenn du’s willst. Ich wollte und das ist mir als Lebensmotto geblieben.

  • #13

Einfach menschlich!

von Jazim M. aus Wien

Ich bin jetzt schon im zweiten Lehrjahr und mach‘ das nach wie vor gerne. Wir alle werden von den Ausbildern fair behandelt und können auch immer unsere Meinung sagen. Auch wenn mal etwas nicht passt und wir Vorschläge machen oder Ideen einbringen, das wird ernst genommen. Speziell die Lehrlingsausbilder sind super motiviert – streng manchmal, aber das ist gut so. Irgendwie brauchen wir das – es gibt uns auch Sicherheit.

Was ich auch toll finde ist, dass alle Lehrlinge gemeinsam viele Aktivitäten machen. Einmal haben wir einen ganzen Tag im Freien verbracht, wo wir verschiedene Übungen im Wald gemacht haben und auch einen Wettbewerb veranstaltet haben. Und am Abend haben wir noch gegrillt. Das war echt super. Nach diesem Tag haben wir uns alle wirklich gut gekannt – ich freue mich jeden Tag wenn ich in den Betrieb gehe. Wir haben auch viel Spaß miteinander.

  • #14
  • #15

Es gibt auch spezielle Seminare nur für Lehrlinge. Bei einem haben wir gelernt und geübt wie wir vor anderen Leuten reden oder etwas präsentieren. Das war aufregend und hat mir viel geholfen. Auch für die Berufsschule.

Ich habe in meinem Lehrbetrieb einfach das Gefühl, dass es allen wichtig ist, dass wir gut ausgebildet werden. Und viele Lehrlinge werden nach dem Abschluss auch übernommen – das ist nicht in vielen Betrieben so.

Die Werte sind unser Fundament

von Hannah W. aus Krems

 

Wir sind ein Dienstleistungsbetrieb. Es ist wichtig, dass sich die Kunden bei uns wohl fühlen. Das ist einer der Werte von uns, die wir gleich am Anfang der Lehrzeit in einem Seminar mitbekommen. Da haben wir gelernt wie das Unternehmen als Haus aufgebaut ist und dass die Unternehmenswerte das Fundament bilden. Darauf baut sich alles auf. Das hat mir wirklich gut gefallen weil ich da von Anfang an wusste, worauf es ankommt. Und in den weiteren Monaten wurde auch klar, dass das nicht nur Worte sind, sondern dass sich alle im Betrieb an diese Werte halten. Da kann man drauf vertrauen.

Was das für die Lehrausbildung bedeutet? Eigentlich bedeutet es mehr als nur für die Lehrausbildung. Wie bei uns gearbeitet wird hat sich auch auf mein privates Leben ausgewirkt. Sich Ziele zu stecken und sich klar werden was einem selber wichtig ist hat auch dazu geführt, dass ich mich mehr mit mir, mit meiner Persönlichkeit beschäftigt habe. Da konnte ich auch viel mit meiner Chefin sprechen – die hat dafür immer gerne ein offenes Ohr. Ich denke, ich bin in den letzten eineinhalb Jahren viel erwachsener, viel reifer geworden. Ich weiß was es heißt Verantwortung zu übernehmen, für eine Aufgabe alleine zuständig zu sein, und das ist schon toll. Ich weiß, dass ich noch viel lernen werde. Das hat mich in der Schulzeit gar nicht so gefreut – heute lerne ich gerne weil ich weiß wofür. Und die Lehre macht mir wirklich Spaß!

  • #16